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Hilfeplan-Vorgespräch

Gestern, ca.13 Uhr, ich kam frisch und glücklich(!) vom Friseur, da hörte ich schon beim Reingehen das Telefon klingeln.

Die Integrationshelferin rief vom Handy aus an:"Hallo..Na, wo bleibst du, wir haben heute doch das Gespräch!"

Ich:"Bitte? Welches Gespräch?"

Sie:"Na das Vorgespräch für den Hilfeplan des kommenden Schuljahres."

Ich:"Davon weiß ich ja gar nichts."

Sie:"Hatte dein (großer) Sohn dir das nicht ausgerichtet? Ich rief doch vor einigen Tagen an, hatte ihn dran und du warst außer Haus. Ich sagte ihm, er solle dir den bestätigten Termin ausrichten. Kannst du denn jetzt noch nachkommen?"

 

Auf dem Weg zum Auto motzte ich meinen großen Sohn an, daß er aufpassen soll, wo er es hinnotiert, weil wir seine angeblich aufgeschriebene Notiz nicht finden konnten.

Ich kam an in der Schule, ins Elternsprechzimmer und da saßen sie schon alle vereint. Die Klassenlehrerin, die Integrationshelferin, die Sonderschullehrerin und die Dame der Integrations-Institution.

Ich begrüßte alle hetzig aber freundlich, setzte mich und sagte dann in die Runde, daß ich beim nächsten Mal wünschte, direkte Information zu erhalten.

I-Helferin:"Ja, ich hatte das deinem großen Sohn gesagt...wußte nicht...Und auch habe ich es nochmal auf den Anrufbeantworter gesprochen.."

Ich:"Wann?"

I-Helferin:"Heute in den Vormittagsstunden."

(Toll! Entschuldigung, daß ich mal nicht zu Hause war!)

Zum Glück war meine Ego durch den Friseurbesuch stärker als sonst , und ich sagte:"Ich war vormittags unterwegs, hatwte Termine. Und im übrigen möchte ich auch nicht, daß mein großer Sohn meine Termine annehmen muß. Bitte kontaktiere mich direkt. Der Anrufbeantworter läuft und ich habe mein Handy fast immer dabei, bzw. auf die Mailbox sprechen. Bitte nächstes Mal dran denken."

Komische Stille in der Rund und ein Stammeln der I-Helferin:"Ja, ich dachte, er kann es ausrichten.."

Ich:"Er ist nicht dazu da, meine Termine zu organisieren. Mit 12. Und belassen wir es dabei: Fürs nächste Mal, dann, ok?"

(Haha, ich war so stolz auf mich!)

Wieder diese Stille, niemand sagte was. Niemand bestätigte mich. (Pädagogen-Power!)

Das Gespräch an sich verlief ganz gut, wobei, viel zu lange! ;-)

Ein Großteil der Zeit verstrich, weil die Sonderschullehrerin vom BZM Lob für ihren tollen Selbstständigkeits-Trainingsplan brauchte!

Ihr ach so toller "Ich schaffs"-Plan, bei dem mein Sohn ja angeblich (auf Druck? *g*) angab, er möchte sich ganz allein katheterisieren können.

"Er ist schon ein großer Junge und kann das bestimmt!" sagte sie mir und sah mich an, als sei ich auf Toastbrot-Niveau.

(Er kann sich schon länger allein kathetern.)

- Aber alles in 10 min Pause und ohne Spiegel auf der Schultoilette und das Ankleiden hinterher - da braucht er noch Unterstützung.

Aber wie soll man das Praktische einer pseudointellekten Fachidiotin erklären?

Soll ich sie mit aufs Behinderten-WC nehmen, wenn er sich mal besch** hat? Und will sie sich ansehen, wie unbeholfen er dann ist? Und wackelig auf den Beinen?(Er kann ja nicht so stillstehen und sich versorgern) usw.

Nö. Diese Herabsetzung erspare ich ihm lieber.

Soll sie doch dumm sterben.

Mut zur Lücke!

 

 

 

17.6.08 23:15


Blog-Start

Ein neues Blogjahr beginnt, liebe Schüler
17.6.08 22:40


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